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FAQ

Luftfracht

Was bedeutet AWB?


AWB steht für Air Waybill = Luftfrachtbrief. Der Air Waybill ist das internationale Beförderungsdokument in der Luftfracht und muss in englischer Sprache ausgestellt werden.

Was bedeutet IATA?


IATA = International Air Transport Association = Internationaler Luftfrachtverband, dem etwa 270 Fluggesellschaften angehören.

Wieso wird ein Treibstoffzuschlag verlangt?


Der Treibstoffzuschlag richtet sich nach dem Treibstoffindex und hängt mit der Preisentwicklung auf dem internationalen Ölmarkt zusammen. Steigt der Ölpreis, steigen auch die Kerosinpreise und damit der Treibstoffzuschlag.

Was ist eine TA / Tatbestandsaufnahme?


Die Tatbestandsaufnahme ist eine schriftlich aufgenommene Feststellung eines Sachverhaltes. Sie gilt als Beweismittel im Zusammenhang mit der Geltendmachung von Ansprüchen aus Güter- und Transportmittelschäden.
In der Luftfracht (v.a. im Import) wird grundsätzlich eine Tatbestandsaufnahme ausgestellt, wenn eine Sendung äußerlich beschädigt ist. Zum Beispiel, wenn Kartons eingedrückt, offen oder fremdverklebt sind.
Aus Haftungsgründen wird festgehalten, dass der Schaden vor Erhalt der Sendung entstanden ist.

Was ist das Volumengewicht in der Luftfracht?


In der Luftfracht bezahlen Sie entweder das tatsächliche (effektive) Gewicht oder den Platz den Ihre Sendung im Flugzeug benötigt (frachtpflichtiges oder Volumengewicht). Deshalb werden die Preise gem. den IATA - Bestimmungen per kg/6dm3 angeboten. Das entspricht einem Volumenverhältnis von 1:6 oder 1 m3 = 167 kg. Die Rechenformel für die Ermittlung des Volumengewichts lautet Länge (in cm) x Breite (in cm) x Höhe (in cm) : 6000 = Volumengewicht. Beispiel: Sie versenden 1 Kiste mit 70 kg und den Maßen 90 x 90 x 90 cm. Rechnung:  90 x 90 x 90 cm = 729.000 cm3 : 6000 = 121,5 kg Volumengewicht. Da das Volumengewicht das tatsächliche Gewicht übersteigt, ist die Grundlage für die Luftfrachtberechnung das Volumengewicht (hier 121,5 kg).

Binnenschiff

Was bedeutet Kleinwasserzuschlag (KWZ)?


Am Rhein gibt es zwei wichtige Referenzpegel. Für alle Terminals südlich von Koblenz ist der Pegel Kaub, für alle nördlich von Koblenz gelegenen Terminals ist der Pegel Ruhrort maßgeblich. Sinkt der Pegel auf der geplanten Strecke under ein bestimmtes Limit, darf der Schiffsführer weniger Ladung an Bord nehmen. Man spricht dann von 'Kleinwasser'. Der Kapitän trägt die Verantwortung für Schiff und Ladung und muss die Vorkehrungen dafür treffen, dass er immer ein wenig mehr als nur eine 'Handbreit Wasser' unter dem Kiel hat. Bei fallendem Pegel steigt daher der Bedarf an Schiffsraum überproportional an. Dieser Schiffsraum muss am Markt eingechartert d.h. zugekauft werden, was natürlich auch die Kosten überproportional in die Höhe treibt. Um einen Teil der höheren Kosten zu kompensieren, wird der Kleinwasserzuschlag erhoben.

Seefracht

Was ist der BAF?


BAF ist die Abkürzung für 'Bunker Adjustment Factor' = Bunkerölzuschlag. Diesen erheben die Reedereien zum Ausgleich der Ölpreisschwankungen, meist als Festpreis per TEU (=Twenty Foot Equivalent Unit = 20' Cont.)

Wofür steht GOH?


GOH steht für "Garment on Hanger". Damit ist der sichere Transport von Kleidungsstücken auf Kleiderbügeln gemeint. Für diese Art von Transport gibt es speziell eingerichtete See- und Luftfrachtcontainer.

Wofür steht OOG?


OOG steht für "Out of Gauge" und bedeutet einen Transport außerhalb der Norm-Maße bzw. ein Transport einer übergroßen Sendung, die in keinen Container passt.

Was ist THC?


Es handelt sich um die Abkürzung für 'Terminal Handling Charge'. Die THC fällt für das Handling der Seecontainer in den Häfen an und wird von den Reedereien eingezogen.

Was ist eine Chassis-Usage-Charge abgekürzt 'CUC'?


In den USA ist man für die Containernachläufe ab den Seehäfen bzw. Bahnterminals bis zu den z.B. Empfängerwerken auf die Chassis (LKW-Trailer) der Reedereien angewiesen. Diese erheben für die Nutzung ihrer Chassis eine Gebühr = CUC (Chassis-Usage-Charge).

Was bedeutet v.a.t.o.s. in der Seefracht?


V.a.t.o.s. steht für "valid at time of shipment" und bedeutet, dass z.B. die Zuschläge auf die Seefrachten zum Zeitpunkt der Verschiffung festgesetzt werden bzw. gültig sind.

Was ist LCL?


LCL = Less Container Load. Das bedeutet: Stückgut

Was ist FCL in der Seefracht?


FCL = Full Container Load und bedeutet Vollcontainer-Service.

Wofür steht M/G oder W/M bei Seefrachtraten ?


M/G = Mass/Gewicht, engl. W/M = weight/measurement. M/G-Raten beziehen sich entweder auf das Gewicht oder das Volumen einer Sendung, je nachdem, was größer ist. Das bedeutet z.B. bei 1 Kiste mit 2,3 cbm und 1,3 t, dass die Coubage gößer ist als das effktive Gewicht, also ist die Coubage die Berechnungsgrundlage. Bei einer Frachtrate von USD 50,00 w/m wird dann die Rate mit dem Volumenfaktor 2,3 multipliziert.

Was ist Congestion?


Congestion ist ein Zuschlag, der von den Reedereien für Wartezeiten in den Häfen erhoben wird.

Wofür stehen E.T.A. / E.T.D. / E.T.S.?


Diese Abkürzungen stehen für:

E.T.A. = estimated time of arrival = voraussichtliche Ankunft.  
E.T.D. = estimated time of departure = voraussichtliche Abfahrt/Abflug. 
E.T.S. = estimated time of shipping = voraussichtliche Verschiffung.

Was bedeuten TEU und FEU?


Diese Abkürzungen stehen im Seecontainerverkehr für: 
TEU = Twenty foot equivalent unit (20' Einheit) FEU = Fourty foot equivalent unit (40' Einheit).

Was bedeutet Ro/Ro in der Seefracht?


= Roll On / Roll Off = Rollende Ladung wie z.B. Fahrzeuge, die auf sog. Ro/Ro-Schiffen selbstfahrend verladen werden.

Was ist ein B/L in der Seefracht?


= Bill of Lading = Seefrachtbrief (= Konnossement) in der Seefracht . Es werden traditionell 3/3 Originale (d.h. insgesamt 3 Originale) erstellt und gezeichnet. Die Fracht darf nur gegen Vorlage eines Original B/L (d.h. bei der Vorlage von mindestens 1/3) herausgegeben werden. In der Praxis haben sich nicht nur aufgrund der immer kürzeren Transitzeiten die sog. Express - B/Ls (Waybills) durchgesetzt. Hier sind keine Original erforderlich. Bedeutende Arten von Konnossementen: - Übernahmekonnossement: auf dem Konnossement gibt es einen „received for shipment B/L“ Vermerk. Es wird dadurch bestätigt, dass die Ware durch den Verfrachter im Hafen übernommen wurde. Der Verschiffungstermin wird allerdings nicht bestätigt. - Bordkonnossement: auf dem Konnossement gibt es einen „shipped on board“ Vermerk. Es wird dadurch bestätigt, dass die Ware tatsächlich auf das Schiff verladen wurde.

Was ist ein Konnossement?


siehe B/L

Was ist eine Havarie-grosse in der Seefracht?


Die Grosse (gemeinschaftliche) Havarie (auch Havarie-grosse oder General Average) regelt die Verteilung von aussergewöhnlichen Kosten zwischen Schiff und Ladung, die durch eine Rettung aus gemeinsamer Gefahr anfallen. Diese Kosten entstehen durch Aufwendungen zur Rettung des Schiffes (zum Beispiel Schlepplohn) oder durch Schäden an Schiff und/oder Ladung, die zur Rettung bewusst in Kauf genommen werden. Der Havarie-grosse liegt der Rechtsgedanke der Gefahrengemeinschaft auf See zu Grunde: Die aussergewöhnlichen Aufwendungen zur Abwendung einer drohenden Gefahr sollen Schiffs- und Ladungseigner gemeinsam tragen. Dem Schiffseigner steht kraft Gesetz ein Pfandrecht an der Ladung für deren Anteil an diesen Kosten zu. Er kann die Auslieferung dieser Ladung verweigern, bis die Schuld bezahlt oder eine entsprechende Sicherhei gestellt ist. Ein Dispacheur erfasst alle Kosten und verteilt sie auf die geretteten Werte von Schiff, Ladung, Bunkeröl und Fracht. Der einzuziehende Betrag wird in der Regel auf Basis des CIF-Wertes der Ladung kalkuliert. International wurde das Prinzip der Havarie-grosse im Rahmen der York-Antwerp Rules (YAR) geregelt.

Was bedeutet POL?


POL steht für 'Port of Loading' und bezeichnet den Lade- bzw. Abgangshafen.

Was ist der POD in der Seefracht?


POD steht für 'Port of Discharge' und bezeichnet den Empfangshafen.

Was bedeutet PSS in der Seefracht?


PSS steht für 'Peak Season Surcharge'. Es handelt sich hierbei um einen temporären Zuschlag, der durch die Reedereien erhoben wird, um Spitzen im Ladungsaufkommen auszugleichen. Diese Gebühr wird hauptsächlich in dem Zeitraum von August bis Oktober auf einkommende Ladung aus Fernost berechnet.

Wofür steht ISPS?


ISPS steht für 'International Ship and Port Facility Securit. Es handelt sich, um ein Überkommen zur Gefahrenabwehr in der Seeschifffahrt. Durch den ISPS- Zuschlag werden die Aufwendungen für die Umsetzung dieser Sicherheitsmassnahmen weiterbelastet.

Straßengüterverkehr

Was sind CEMT-Genehmigungen?


CEMT-Genehmigungen berechtigen zu Beförderungen im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr zwischen den CEMT-Mitgliedstaaten. Dies sind die Staaten der Europäischen Union, Lichtenstein und Norwegen (Europäischer Wirtschaftsraum) sowie eine Vielzahl der ost- und südosteuropäischen Staaten. Diese Genehmigungen können auf schriftlichen Antrag von der Außenstelle des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) erteilt werden.

Was ist Kabotageverkehr?


Unter Kabotageverkehr ist das Erbringen von Transportdienstleistungen in einem Land zu verstehen, in dem der Dienstleister nicht selbst ansässig ist. Die Kabotagefreiheit gestattet also in einem anderen Staat Inlandstransporte durchzuführen. Diese Transporte müssen aber innerhalb von 7 Tagen und max. 3 Transporten durchgeführt werden.

Was ist ein Lademeter?


Ein Lademeter ist ein 1 Meter der Ladefläche eines LKW. Ein Sattelzugauflieger misst z.B. 13,60 Meter und hat damit eine Laderaumkapazität von 13,6 Lademetern.

Weltweit

Was ist ein Akkreditiv oder Letter of Credit (L/C)?


Ein Akkreditiv (L/C) ist eine Zahlungsgarantie der Bank des Käufers zugunsten des Verkäufers, sofern dieser seine Pflichten aus dem Kaufvertrag und gemäß den Akkreditivbedingungen erfüllt. Der Verkäufer erhält somit auf sicherem Wege sein Geld und der Käufer die Ware.

Was bedeutet CAD oder D/P?


CAD = Cash against documents, D/P = documetns against payment.
Dokumente gegen Zahlung. Dies ist eine Art der Zahlungsbedingung, bei der der Exporteur seiner Bank einen Inkassoauftrag erteilt. In diesem erhält die Bank die Anweisung, bestimmte Dokumente dem Importeur gegen Zahlung des Gegenwertes (i.d.R. des Warenwertes lt. Handelsrechnung) auszuhändigen. Der Importeur muss nun also zu seiner Bank gehen und den Kaufpreis bezahlen. Die Bank übergibt dem Importeur die Dokumente, damit dieser gegen Vorlage der Dokumente im Empfangsort die Ware erhält und überweist die Summe an die Bank des Exporteurs. Der Exporteur bzw. der Verkäufer der Ware trägt somit nicht das Risiko des Zahlungsausfalls. Allerdings kann es für den Verkäufer zu Problemen kommen, sollte der Empfänger der Ware die Zahlung bei seiner Bank nicht leisten (können). Die Ware ist somit am Empfangsort, wird aber nicht abgeholt, da die Dokumente bei der Bank nicht eingelöst werden (können).

Was ist ein FCR?


FCR = Forwarders Certificate of Receipt = banktauglicher Frachtbrief
Der Spediteur bestätigt dem Auftraggeber durch das FCR, dass er die Ware übernommen hat und unwiderruflich an den im Speditionsauftrag genannten Empfänger ausliefern wird.

Wofür steht ADSp?


ADSP = Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen (Allgemeine Geschäftsbedingungen der Spediteure)
Diese Geschäftsbedingungen können zwischen beiden Vertragsparteien als Rechtsgrundlage vereinbart werden und regeln den rechtlichen Rahmen eines Transportvertrages wie z.B. Haftungsbedingungen. Die neueste Fassung der ADSp steht im Download-Bereich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

Was ist die FIATA?


FIATA = Fédération Internationale des Associations de Transitaires et Assimilés = 
Internationale Föderation der Spediteursorganisationen mit ca. 40.000 Mitgliedern (Spediteure und Logistikanbieter).

Was versteht man unter Bruttogewicht?


Gewicht eines Wägegutes einschließlich seiner Verpackung oder / und Transportbehälter.

Was versteht man unter Nettogewicht?


Gewicht eines Wägegutes nach Abzug seiner Verpackung und / oder des Transportbehälter.

Was ist das Taragewicht?


Gewicht der Verpackung eines Wägegutes oder eines Transportbehälters oder eines Behälters allgemein.

Zoll

Was ist eine Zollnummer?


Bei mehr als insgesamt drei Ex- und Importen pro Jahr muss eine siebenstellige Zollnummer auf den Namen des Unternehmens beid er Bundeszollverwaltung beantragt werden. Diese wird für die Ausstellung der Zolldokumente zwingend benötigt. Die Beantragung ist kostenlos. Den Antrag finden Sie unter „Downloads“.

Was ist die Zolltarifnummer?


Bei Ex- und Importen muss neben Stückzahl, Gewicht und Warenwert immer auch eine Warenbeschreibung angegeben werden. Das Statistische Bundesamt hat hierfür ein Warenverzeichnis mit 11-stelligen Nummern angelegt, den Zolltarifnummern.

Was versteht man unter Zollpräferenz?


Die Europäische Gemeinschaft gewährt bei der Einfuhr aus Drittländern häufig eine Zollvergünstigung in Form von Zollermäßigung oder Zollfreiheit. Dafür muss bei der Importabfertigung ein spezieller Nachweis im Original vorliegen. Ein 'begünstigendes Ursprungszeugnis'. Zum Beispiel das Ursprungszeugnis Formblatt A, die ATR oder die EUR 1.

Was ist eine Ursprungserklärung / ein Ursprungszeugnis?


Besondere Ursprungsnachweise sind die Ursprungserklärung (UE) und dasUrsprungszeugnis (UZ).

Die UE muss vom Exporteur bzw. Lieferanten auf der Rechnung oder, falls eine Rechnung nicht vorgelegt werden kann, auf einem anderen mit der Ausfuhr zusammenhängenden geschäftlichen Beleg nach vorgeschriebenem Wortlaut eingetragen werden.

Das UZ muss von einer berechtigten Stelle des Ursprungslandes ausgestellt sein.